Modul 3

Donnerstag/Freitag, 6.4./7.4.2017

OA Dr. Tina Rödig (Göttingen) erzählte über Desinfektion des Wurzelkanalsystems, medikamentöse Einlage und temporärer bakteriendichter Verschluss. Spüllösungen sollen desinfizierend und gewebeauflösend wirken, biologisch verträglich und einfach zu applizieren sein. Zudem haben sie die Aufgabe, die Schmierschicht zu entfernen, die bei mechanischer Bearbeitung der Wurzelkanalwände entsteht. Am häufigsten verwendet wurden Natriumhypochlorit (NaOCl), Chlorhexidin (CHX) und Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA). Bei der Kombination der Spüllösungen ist auf mögliche Interaktion zu achten. Unterstützend kann versucht werden, die Reinigungswirkung mit Ultraschall oder mechanischen Systemen zu verbessern.
Internes Bleaching der verfärbten Zähne und Resorptionen wurden besprochen.

Freitag/ Samstag, 7.4./8.4.2017

Dr. Hening Bahnemann (Wiesbaden) sprach über Wurzelkanalfüllung und verschiedene Fülltechniken (Zentralstifttechnik, kalte laterale Kondensation, warme laterale und vertikale Kondensation, warme trägerbasierte Techniken, thermomechanische Kondensation und thermolpastische Injektion). Ziele der Wurzelkanalfüllung sind Eliminieren der Bakterien im Wurzelkanal, Einschließen evtl. verbliebener Bakterien, Vermeiden von koronalem und apikalem Leakage.
Schilder-Technik nach H. Schilder (1967) = Vertikale Kondensation erwärmter Guttapercha Ziel: Durch Wärme erweichtes Füllmaterial mittels vertikaler Kondensation so zu obturieren, dass das gesamte Wurzelkanalsystem einschließlich der akzessorischen und lateralen Kanäle dicht gefüllt werden kann.
Eine kleine Menge leicht flüssiger Wurzelfüllpaste, der Sealer, gleicht kleine Unregelmäßigkeiten aus und füllt im Idealfall auch versteckte Seitenkanäle.

Die theoretisch besprochene Applikation und Aktivierung der Spülflüssigkeiten sowie Fülltechniken konnten im hands-on-training geübt werden.

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