Modul 2

Freitag, 03.03.2017

Dr. Helmut Walsch M.Sc. (München) erzählte über Handinstrumente, Aufbereitungstechniken und Behandlungsstrategien. Es wurden zwei Techniken Step Back und Crown Down verglichen. Bei den apiko-koronalen Techniken wird zunächst stets der apikale Kanalabschnitt und anschließend der koronale Abschnitt instrumentiert. Die korono-apikalen Methoden sehen eine schrittweise Erweiterung des Wurzelkanals von koronal nach apikal vor. Die Wichtigkeit der radiologischen Diagnostik und die Bestimmung der endodontischen Arbeitslänge wurden diskutiert. Die Sichtbarkeit der Kanäle im Röntgenbild und die Behandlung kalzifizierter und gekrümmter Wurzelkanäle wurden besprochen.

Samstag, 04.03.2017

Dr. Hans-Willi Hermann (Bad Kreuznach) sprach über maschinelle Aufbereitung mit Nickel-Titan Instrumenten. Einige der Besonderheiten dieser Instrumente sind Flexibilität, Memory-Effekte, Kristallgitterumwandlung und Biokompatibilität. Wird die Elastizitätsgrenze überschritten, so wird das Werkstück bleibend verformt und kann seine ursprüngliche Gestalt nicht mehr einnehmen. Bei weiteren Verformungen kommt es zum Bruch des Werkstückes. Der beste Weg, ein frakturiertes Instrument aus dem Wurzelkanal zu entfernen ist, es gar nicht erst abzubrechen! Zwei Frakturarten von NiTi-Instrumenten sind Torsionsbruch und Ermüdungsbruch. Spezielle Motoren und Handstücke mit Drehmoment-Kontrolle schützen vor Torsionsbruch, aber nicht vor Ermüdungsbruch.

Beim hands-on-training konnten an den extrahierten trepanierten Zähnen manuelle Aufbereitungstechniken mit verschiedenen Handinstrumenten und Maschinelle mit NiTi-Systemen (WaveOneGold, ProTaper, Mtwo,…) geübt werden.

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2. Kursblock des Curriculum Endodontologie 2017

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